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Neokatechumenaler Weg
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Der Neokatechumenale Weg, auch Neo-Katechumenaler Weg (NKW) oder Neokatechumenat genannt, ist eine zu den neuen geistlichen Gemeinschaften gerechnete Gruppierung in der römisch-katholischen Kirche, die ein spezielles (Neu-)Katechumenat zur (Wieder-)EinfĂŒhrung bereits getaufter Erwachsener in den christlichen Glauben anwendet. Die Mitglieder werden kurz auch Neos oder Kikos (nach dem BegrĂŒnder Kiko ArgĂŒello) genannt. Die Bewegung versteht ihre Methode als „Itinerarium“, also als Bildungsweg zur Glaubensunterweisung.cite-ref-statut-1-0[1] Dabei steht nicht die Vermittlung von Glaubenswissen, sondern persönliche Glaubenserfahrung im Mittelpunkt. Ziel des Wegs ist es, schon im „Diesseits“ eine evangelisierte, geistlich geprĂ€gte Welt zu verwirklichen und die persönliche Glaubenserfahrung durch Mission weiterzutragen. DafĂŒr werden auf dem Neokatechumenalen Weg kleine Gemeinschaften gebildet, die nach ihrem SelbstverstĂ€ndnis „wie die Heilige Familie von Nazaret (
) in Demut, Einfachheit und Lobpreis leben“.

Der Neokatechumenale Weg wurde 1964 von Kiko ArgĂŒello, Carmen HernĂĄndez und dem Ordenspriester Mario Pezzi in Madrid initiiert und steht nach eigenem VerstĂ€ndnis „im Dienst des Bischofs als eine der diözesanen DurchfĂŒhrungsweisen der christlichen Initiation und der stĂ€ndigen Glaubenserziehung“.cite-ref-statut-1-1[1] Bis zum Ende der 1990er Jahre besaß die Bewegung keine juristisch fixierte Satzung, sondern wurde hierarchisch allein durch die Weisungen der GrĂŒnder und LĂ€nderverantwortlichen (sogenannter Itineranten) gefĂŒhrt. Das um die Jahrtausendwende auf Druck des Vatikans erarbeitete Statut des Neokatechumenalen Wegs wurde am 11. Mai 2008 vom Heiligen Stuhl kirchenrechtlich endgĂŒltig approbiert.cite-ref-approbation-2-0[2]cite-ref-kath-3-0[3]

Contents

‱ Geschichte
‱ GrĂŒndung
‱ Ziele
‱ Katechesen
‱ Leitung
‱ Eucharistie
‱ Mission
‱ Katechisten
‱ Itineranten
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geschichte

GrĂŒndung

Das Jahr 1964 wird ĂŒblicherweise als GrĂŒndungsjahr des Neokatechumenalen Wegs betrachtet. Damals begannen Kiko ArgĂŒello und Carmen HernĂĄndez in den Barackensiedlungen von Palomeras Altas im Bezirk Vallecas im SĂŒden von Madrid mit der GlaubensverkĂŒndigung. In Anlehnung an die modernere theologische Terminologie der Konzilszeit nannten sie den Kern ihrer VerkĂŒndigung „Kerygma“, die Botschaft des Evangeliums. Ihre Methode beschrieben sie als sogenannten „Dreifuß“, der die konstitutiven Elemente „Wort Gottes“, „Liturgie“ und „Gemeinschaft“ enthĂ€lt. Der damalige Erzbischof von Madrid, Casimiro Morcillo GonzĂĄlez, unterstĂŒtzte das Unternehmen, sodass sich die Gruppe in Madrid und anderen spanischen Diözesen langsam ausbreitete. Im November 1968 zogen Kiko ArgĂŒello und Carmen HernĂĄndez nach Rom in den Stadtteil Borghetto Latino und begannen mit UnterstĂŒtzung des damaligen Generalvikars von Rom, Angelo Dell’Acqua, mit Katechesen in der Pfarrei Nostra Signora del Santissimo Sacramento e Santa Martiri Canadesi.cite-ref-dekret-4-0[4]

UrsprĂŒnglich hatte die heute als Neokatechumenaler Weg bezeichnete Gruppierung keinen Namen; oft wurde jedoch der Begriff Kiko-Familien benutzt.cite-ref-urquhart1-5-0[5] Unter Berufung auf Papst Paul VI., der die Kiko-Gruppen in einer Audienz 1974 als „Frucht des Konzils“ bezeichnete und ihre katechetische Arbeit lobte,cite-ref-40years-6-0[6] nannte die Gruppe ihren Weg ab 1972 „Neo-Katechumenat“, wobei sich der Name an der Forderung der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils orientiert, ein mehrstufiges Katechumenat fĂŒr Erwachsene wiederherzustellen. Als „Katechumenat“ bezeichnet die Kirche eigentlich die Ein- und Unterweisung der (erwachsenen) Taufbewerber („Katechumenen“) in den christlichen Glauben vor ihrer Taufe. Die Vorsilbe „Neo-“ soll die Intention des „Wegs“ verdeutlichen, die als Kind nur unbewusst erlebte Taufe und die im VerstĂ€ndnis der Bewegung deshalb bei der Masse der GlĂ€ubigen fehlende Ein- und Unterweisung in die Tragweite der christlichen Glaubensbotschaft und -entscheidung nachzuholen und den persönlichen Glauben auf diese Weise wiederzuentdecken und zu erneuern.

Als charismatische FĂŒhrungsgestalt sieht sich ArgĂŒello selbst im Auftrag der Mutter Gottes handelnd, die ihm die Weisung gegeben haben soll, christliche Gemeinschaften nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazaret zu grĂŒnden: „Man muss christliche Gemeinschaften wie die Heilige Familie von Nazaret schaffen, die in Demut, Einfachheit und Lobpreis leben. Der andere ist Christus.“ Dieser Satz ist auf der Ikone des Neokatechumenalen Wegs zu lesen, die ArgĂŒello, der von Beruf Ikonenmaler ist, zu Ehren der Heiligen Gottesmutter Maria anfertigte.

Ausbreitung und kirchenrechtliche Anerkennung

Seit GrĂŒndung des Neokatechumenalen Wegs hat sich die Gruppierung weltweit etabliert und ausgebreitet, oft mit UnterstĂŒtzung namhafter kirchlicher WĂŒrdentrĂ€ger. Nach Deutschland soll der Neokatechumenale Weg laut Eigendarstellung in den 1970er Jahren mit UnterstĂŒtzung des damaligen Theologieprofessors Joseph Ratzinger gekommen sein, des spĂ€teren GlaubensprĂ€fekten und Papstes Benedikt XVI.cite-ref-40years-6-1[6] Ratzinger ist allerdings auch als Kritiker der Bewegung bekannt geworden und hat ihre Anerkennung in seinem Pontifikat als Papst gebremst, weil die liturgischen Abwandlungen und Eigenriten der Neokatechumenalen dem LiturgieverstĂ€ndnis Ratzingers grundsĂ€tzlich widerstrebten. Eine große Rolle fĂŒr die kirchliche Anerkennung und Bedeutung der Kikos spielte ihre ausgeprĂ€gte Berufungspastoral und die in den Augen vieler kirchlicher AmtstrĂ€ger zukunftstrĂ€chtige Bedeutung fĂŒr die Sicherung des Priester- und Ordensnachwuchses.cite-ref-zeit14-7-0[7]cite-ref-rouco-8-0[8] 1988 wurde in Rom das erste Priesterseminar Redemptoris Mater eröffnet, wo ausschließlich Seminaristen des Neokatechumenalen Wegs ausgebildet werden. Im Jahr 1990 wurde der Neokatechumenale Weg von der römisch-katholischen Kirche als geistliche Bewegung anerkannt und von Papst Johannes Paul II. als ein „Itinerarium katholischer Bildung, gĂŒltig fĂŒr die Gesellschaft und fĂŒr die gegenwĂ€rtige Zeit“ gewĂŒrdigt.cite-ref-9[9] Gleichwohl verboten einzelne Bischöfe, darunter Bischof Mervyn Alexander von Clifton (England), die TĂ€tigkeit des Neokatechumenalen Weges, weil dieser separate Gottesdienste feierte und Gemeinden spaltete.cite-ref-10[10]

Erst 1997 wurde durch den damaligen PrĂ€fekten der Kongregation fĂŒr die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Ratzinger, eine schriftliche Fassung der Statuten verlangt, um den Neokatechumenalen Weg mittelfristig auch kirchenrechtlich anerkennen zu können. Die nach erneuter Mahnung des Vatikans 2001 ausgearbeiteten Statuten des Neokatechumenalen Wegs wurden erstmals 2002 approbiert, zunĂ€chst wie bei kirchlichen Vereinen ĂŒblich probeweise fĂŒr einen Zeitraum von fĂŒnf Jahren. Mit Dekret vom 28. Oktober 2004 wurde der Weg vorzeitig zur öffentlichen juristischen Person der katholischen Kirche erklĂ€rt.cite-ref-11[11] Ende 2005 beurteilte die Kongregation fĂŒr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung einige der liturgischen Abweichungen nach einem lĂ€ngeren ÜberprĂŒfungsverfahren als problematisch und verpflichtete die FĂŒhrung des Neokatechumenalen Wegs zur Öffnung ihrer Messfeiern fĂŒr alle GlĂ€ubigen (Art. 13.3).

In einem privaten Brief an Kiko ArgĂŒello, Carmen HernĂĄndez und Mario Pezzi, der durch Dritte an die Medien weitergeleitet wurde, ordnete der PrĂ€fekt Francis Kardinal Arinze die Änderung der kritisierten Punkte an. Einiges, wie die Verlegung des Friedensgrußes vor das Hochgebet, wurde als eine Abweichung vom römischen Messkanon uneingeschrĂ€nkt erlaubt. Hinsichtlich des Empfangs der Kommunion im Sitzen und des Feierns der Heiligen Messe an einem normalen Tisch wurde ein Aufschub von zwei Jahren gewĂ€hrt.cite-ref-12[12] Am 12. Januar 2006 forderte der Papst selbst darĂŒber hinaus das Neokatechumenat auf, die Normen „aufmerksam zu befolgen“.cite-ref-doublepenance-13-0[13]

Genehmigung der Statuten

Im April 2008 wurde bekannt, dass die Statuten nach der zeitlich beschrĂ€nkten PĂ€pstlichen Approbation von 2002 bis 2007cite-ref-14[14] laut Bischof Josef Clemens deshalb „nicht in kurzer Zeit“ anerkannt wurden, weil die Eucharistiefeier immer noch nicht nach den Vorgaben der römisch-katholischen Kirche ausgerichtet seicite-ref-15[15]. Die endgĂŒltige PĂ€pstliche Approbation folgte schon einen Monat spĂ€ter am 11. Mai 2008, nachdem das Statut durch die Kongregation fĂŒr die Glaubenslehre, die Kongregation fĂŒr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, die Kongregation fĂŒr den Klerus und die Kongregation fĂŒr das Katholische Bildungswesen in Zusammenarbeit mit dem PĂ€pstlichen Rat fĂŒr die Laien geprĂŒft worden war.cite-ref-statut-1-2[1]

AnlĂ€sslich des 40 Jahre langen Bestandes des Neokatechumenalen Wegs in der Diözese Rom feierte Papst Benedikt XVI. am 10. Januar 2009 zusammen mit 25.000 Neokatechumenen aus der Diözese einen Gottesdienst im Petersdom und lobte dort die FrĂŒchte des Neokatechumenalen Wegs, mahnte aber auch Einheit mit der Kirche an.cite-ref-16[16]cite-ref-40jahre-17-0[17] Am 20. Januar 2012 empfing der Papst 7.000 ReprĂ€sentanten des Wegs zur Audienz in der Aula Paul VI. (beim Vatikan gelegen), an der Spitze Kiko ArgĂŒello, Carmen Hernandez und Don Mario Pezzi.

Feier des fĂŒnfzigjĂ€hrigen Bestehens

Am 5. Mai 2018 fand in Anwesenheit von Papst Franziskus und ca. 150.000 Mitgliedern des Neokatechumenalen Wegs auf dem GelĂ€nde der UniversitĂ€t Tor Vergata eine Dankfeier statt. Bei dieser Gelegenheit entsandte der Papst zahlreiche Familien fĂŒr 34 neu gegrĂŒndete Missiones ad Gentes.cite-ref-18[18] Papst Franziskus erinnerte sie daran, dass der Geist Gottes „in jedem Volk zu Hause [ist und] bereits den Samen gelegt hat“, und ermutigte die Anwesenden: „Euer Charisma ist ein großes Geschenk Gottes fĂŒr die Kirche unserer Zeit“.cite-ref-19[19]

Ziele

Das primĂ€re Ziel des Neokatechumenalen Wegs ist es, „die GlĂ€ubigen stufenweise zur IntimitĂ€t mit Jesus Christus zu fĂŒhren und sie zu aktiven Gliedern in der Kirche und zu glaubwĂŒrdigen Zeugen der Guten Nachricht des Retters zu machen“.cite-ref-dekret-4-1[4] Am Ende des Wegs wird die Osternacht zusammen mit dem jeweiligen Bischof des Bistums gefeiert und dort das Taufversprechen erneuert. Alle anderen Ziele („Etappen“) und Methoden, die zu diesen Zielen fĂŒhren sollen, sind zum Großteil fĂŒr Außenstehende schwer zu beurteilen, da der Neokatechumenale Weg die Anordnungen ihrer GrĂŒnder und spirituellen FĂŒhrer kaum veröffentlicht und den Mitgliedern der einzelnen Gemeinschaften auferlegt ist, ĂŒber Interna gegenĂŒber Nichtmitgliedern zu schweigen, damit diese den „Weg“ unvoreingenommen gehen können. Die sogenannte Orientierung fĂŒr die Katechisten-Teams, nach denen die im Neokatechumenalen Weg bedeutenden Laienkatecheten arbeiten, ist geheim, soll aber „bald“ (Stand: Anfang 2009) veröffentlicht und verlegt werden.cite-ref-orientierung-20-0[20] Laut Gordon Urquhart werden „die Neokatechumenen dazu verleitet [...], sich völlig passiv und rezeptiv zu verhalten. Fragen dĂŒrfen wĂ€hrend des Katechumenats nicht gestellt werden“.cite-ref-21[21]

Im Unterschied zur Glaubensunterweisung fĂŒr die erwachsenen Taufbewerber, die – regional unterschiedlich – in einem ĂŒberschaubaren Zeitraum zur Taufe hinfĂŒhrt, dauert der Neokatechumenale Weg 15 oder mehr Jahre. Ein grundsĂ€tzlicher Unterschied besteht auch darin, dass dieser Weg auch von bereits getauften Christen beschritten werden kann, was auch die Regel ist. Im Zentrum des Neokatechumenalen Wegs steht die Synthese zwischen dem Kerygma, also der VerkĂŒndigung/Unterweisung fĂŒr die Katechumenen, der sich die AnhĂ€nger des Neokatechumenalen Wegs in einer speziellen und sehr langwierigen Form erneut unterziehen mĂŒssen, der Änderung des Lebenswandels und der Liturgie.

Eine wichtige Rolle spielen die Laienkatecheten (Katechisten) und Priester aus Gemeinschaften, die schon lĂ€nger auf dem Neokatechumenalen Weg sind. Sie machen die neu gebildeten Gruppen durch die Lehrmethoden ArgĂŒellos mit den Lehren des Neokatechumenalen Wegs und der katholischen Kirche bekannt. Erzbischof Luis Alberto Luna Tobar schrieb 1993:

„Nach Überzeugung vieler zeichnet sich die von den Neokatechumenaten verkĂŒndete Lehre durch LĂŒcken, doktrinĂ€re Verzerrungen und das bewußte Weglassen theologischer Quellenangaben aus [...]. [Sie legen] einen merklichen Widerwillen gegen jede Theologie [an den Tag], die nicht europĂ€ischen Ursprungs ist. Ihre Doktrin steht nicht in Wechselwirkung mit der Kultur, mit unserer Zeit und ihren Stimmen. Das â€șruhmreiche Kreuzâ€č und der â€șDiener Jahwesâ€č sind keine Zeichen und Ausdrucksformen der Hoffnung, sondern der Qual. Der Platz, der dem Bösen und dem Teufel eingerĂ€umt wird, geht ĂŒber jedes gesunde theologische Maß hinaus und grenzt an kindische Angstmacherei und Flucht vor der Verantwortung. Den Begriff â€șGerechtigkeitâ€č hört man von den Neokatechumenaten nie. Der Glaube steht dem Karma nĂ€her als der Gnade.“

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Erzbischof Luis Alberto Luna Tobar

Auftreten und Wirken

Die AnhĂ€nger des Neokatechumenalen Wegs sprechen gemĂ€ĂŸ der römisch-katholischen Lehre, dass eine Kindertaufe „naturgemĂ€ĂŸ einen Katechumenat nach der Taufe [erfordere, bei dem es] nicht nur um die erforderliche Glaubensunterweisung nach der Taufe, sondern um die notwendige Entfaltung der Taufgnade in der Entwicklung der Person des Getauften [geht]“cite-ref-23[23], bewusst Erwachsene und Jugendliche an, die zwar als Kind getauft wurden, aber aus Sicht der Missionierenden ihr Leben nicht genug am Glauben ausrichten oder der Kirche und ihren Anliegen gĂ€nzlich fernstehen. Auf einer Website heißt es dazu:

„Der Schwerpunkt dieses neokatechumenalen Weges liegt, anders als bei einer Gemeindemission alten Stils, nicht auf der Vermittlung theologischer Sachinhalte (Glaubenswissen), sondern hat eine eher zeugnishafte, verkĂŒndigende Ausrichtung, er will einen inneren Prozess anstoßen und persönliche Glaubenserfahrungen ermöglichen.“

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Johannes Helle, Pfarrer von Sankt Clemens

Der Neokatechumenale Weg wird in den Diözesen auf Einladung des jeweiligen Ortsbischofs tÀtig. Wenn der betroffene Pfarrer zustimmt, beginnt ein Katechisten-Team mit dem Aufbau von örtlichen Gruppen.cite-ref-25[25]

Organisation

Der Neokatechumenale Weg versteht sich als ein Instrument der römisch-katholischen Kirche, um Menschen in den christlichen Glauben einzufĂŒhren und diesen dadurch in seiner ganzen FĂŒlle erleben zu können. Zu diesem Zweck werden geschlossene Gemeinschaften durch GlaubensverkĂŒndigungen in Pfarreien gegrĂŒndet, die innerhalb von 15 bis 30 Jahren alle Phasen des Neokatechumenalen Wegs durchlaufen. Begleitet werden sie dabei von ihren jeweiligen Katechisten. Das Statut sieht fĂŒr den Neokatechumenalen Weg nur ein Minimum an Organisation vor. Er besitzt kein eigenes Vermögen.cite-ref-statut-1-3[1]

Katechesen

Der als Itinerarium christlicher Formation bezeichnete Bildungsweg wird durch langjĂ€hrige Katechesen absolviert, deren DurchfĂŒhrung im Katechetischen Direktorium des Neokatechumenalen Wegs, welches am 17. Januar 2011 nach der PrĂŒfung durch den PĂ€pstlichen Rat fĂŒr die Laien durch die zustĂ€ndigen Dikasterien des Heiligen Stuhls approbiert wurde, festgeschrieben ist.cite-ref-26[26]

Die Katechesen selbst werden von langjĂ€hrigen Mitgliedern mit Erfahrung auf dem Neokatechumenalen Weg zusammen mit einem Priester (der meist auch neokatechumenal geprĂ€gt ist) gehalten. So bildet sich in der Praxis eine Hierarchie, angefangen bei ArgĂŒello, der innerhalb des Neokatechumenats oftmals mit einem Personenkult Ă€hnlichen ZĂŒgen verehrt wird, ĂŒber die Initiatoren, den Katechisten verschiedener Ebenen, bis hin zu den Gemeinschaften im Vorkatechumenat.

Leitung

Der Neokatechumenale Weg steht innerhalb einer Diözese unter der Jurisdiktion des Diözesanbischofs, der in dieser Funktion durch das Internationale Verantwortlichen-Team oder Stellvertreter dieses Teams unterstĂŒtzt wird; das Internationale Verantwortlichen-Team besteht aus Kiko ArgĂŒello und Carmen HernĂĄndez, die auch Initiatoren genannt werden, da sie den Neokatechumenalen Weg gegrĂŒndet haben, und dem Priester Mario Pezzi (seit 1992 römischer Diözesanpriester, zuvor Comboni-Missionar); alle drei sind lebenslange Mitglieder im Internationalen Verantwortlichen-Team. FĂŒr den Falle des Todes eines der Verantwortlichen wird ein neuer Verantwortlicher durch ein internationales Wahlgremium gewĂ€hlt, dessen Entscheidungen der Billigung durch den PĂ€pstlichen Rat fĂŒr die Laien (bzw. dessen Nachfolgedikasterium) bedĂŒrfen. Dies wird nun nach Tod von Hernandez am 19. Juli 2016cite-ref-27[27] der Fall sein.

Verantwortlicher Itinerant des Neokatechumenats fĂŒr Deutschland und die Niederlande war Antonio Spandri.

Priesterseminar Redemptoris Mater

Redemptoris Mater ist der Name verschiedener diözesaner Vollseminare, die unter der Leitung des Neokatechumenalen Wegs stehen. In ihnen finden sich Seminaristen aus den verschiedenen Teilen der Erde. Es steht der missionarische Aspekt im Vordergrund. Die Seminare Redemptoris Mater sind ebenso wie Vollseminare allgemein allein dem Diözesanbischof unterstellt, der Bau und der Betrieb der Seminare wird in der Regel durch Spenden finanziert.cite-ref-28[28] Das erste Seminar Redemptoris Mater wurde 1988 im Bistum Rom durch Ugo Kardinal Poletti eröffnet, seitdem entstanden mit Stand 2009 weltweit insgesamt 76 Seminare, die sich auf die Kontinente Europa, Asien, Ozeanien, Nord- und Lateinamerika sowie Afrika verteilen. In Deutschland gibt es im Erzbistum Berlin (in Berlin-Biesdorf) und im Erzbistum Köln (in Bonn-Endenich) je ein Seminar Redemptoris Mater; weitere deutschsprachige Seminare sind in Wien sowie in Lugano und Fribourg in der Schweiz.

Phasen des Neokatechumenalen Wegs

1. Phase: Wiederentdeckung des Vorkatechumenats

Das sogenannte Vorkatechumenat ist die erste Phase des Neokatechumenalen Wegs; in dieser Phase soll eine EntĂ€ußerung der Person hin zur Demut das Ziel sein. In der ersten Etappe dieser Phase trifft sich eine in der Anfangskatechese entstandene Gemeinschaft wöchentlich zu einer „Wortliturgie“, wodurch mit Hilfe eines bestimmten Themas die biblische Sprache verstanden werden soll. Die erste Etappe wird durch eine Erforschung der Person (das sogenannte erste Skrutinium) abgeschlossen. In der darauffolgenden zweiten Etappe werden in den wöchentlichen „Wortliturgien“ die Heilsgeschichte des Volkes Israel zum Thema gemacht; diese Etappe hat außerdem den Zweck, sich selbst zu prĂŒfen, ob man den Neokatechumenalen Weg weiter gehen will bzw. kann. Am Ende dieser Etappe steht das zweite Skrutinium mit der Absage an den Teufel und der gleichzeitigen Zusage, nur Gott zu dienen. Die Skrutinien sollen unter Achtung des Gewissens dem einzelnen Neokatechumenen eine Hilfestellung auf dem Weg der persönlichen Umkehr sein.cite-ref-statut-1-4[1]

2. Phase: Wiederentdeckung des Katechumenats

Die zweite Phase des Neokatechumenalen Wegs hat das Ziel, durch einen geistigen Kampf mit sich selbst eine innere Einfachheit zu erlangen, um Gott und den NĂ€chsten zu lieben. Hierbei sollen die Neokatechumenen lernen, all den Dingen abzusagen, die diesem Ziel entgegenstehen; zu Hilfe kommen ihnen dadurch neben dem Dreifuß Wort Gottes – Eucharistie – Gemeinschaft Instrumente der römisch-katholischen Kirche, die in drei Etappen gelehrt werden: Zuerst erlernen die Neokatechumenen das liturgische, persönliche und nĂ€chtliche Gebet, ihren Abschluss findet diese Etappe in der Übergabe des Stundenbuchs. Hierauf werden die wichtigsten Gestalten der Bibel in Wortliturgien und alle Psalmen in „Hausliturgien“ erforscht. Die nĂ€chste Etappe hat das Apostolische Glaubensbekenntnis zum Inhalt; in dieser Zeit gehen die Neokatechumenen zur Missionierung in Zweiergruppen innerhalb der Pfarrei von Haus zu Haus und verkĂŒndigen dort sowie in einer Feier in der Pfarreikirche ihren Glauben. Insbesondere letzteres bezeichnen Kritiker auf Grund der Tatsache, dass die Neokatechumenen dort wichtige und oft unvorteilhafte Teile ihrer Lebensgeschichte erzĂ€hlen, als „öffentliche Beichte“.cite-ref-29[29] Die dritte und letzte Etappe besteht aus der Übergabe des Vaterunsers. Inhaltlich bestehen die Wortliturgien in dieser Zeit aus der Betrachtung der einzelnen Verse des Vaterunsers.cite-ref-statut-1-5[1]

3. Phase: Wiederentdeckung der ErwÀhlung

Mit der dritten Phase des Neokatechumenalen Wegs, der Wiederentdeckung der ErwĂ€hlung, wird das Itinerarium abgeschlossen. Die Bergpredigt wird in dieser Phase in einzelnen Abschnitten studiert, danach folgt eine Erneuerung des Taufversprechens wĂ€hrend der Feier der Osternacht unter dem Vorsitz des Ortsbischofs. Hierauf folgt eine fĂŒnfzigtĂ€gige Zeit des Feierns mit Abschluss des Wegs in Form einer gemeinsamen Pilgerfahrt der ganzen Gemeinschaft nach Israel,cite-ref-statut-1-6[1]

Liturgische Feiern

Feier des Wortes

Jede Gemeinschaft des Neokatechumenalen Wegs feiert in der Regel wöchentlich eine Feier des Wortes mit normalerweise vier Lesungen zu den Themen, die der jeweiligen Etappe der Gemeinschaft entsprechen. Diese Lesungen werden von einer Gruppe aus der Gemeinschaft vorbereitet und vor der Lesung eingeleitet. Vor der Homilie des Priesters, falls einer anwesend ist, können die Neokatechumenen kurz sagen, was das verkĂŒndigte Wort ihnen in Bezug auf das eigene Leben gesagt hat.

Eucharistie

Die Eucharistiefeier des Neokatechumenalen Wegs unterscheidet sich in einigen Punkten von der römischen Messe: Sie wird in der Regel nach der ersten Vesper des Sonntags, also am Samstagabend, gefeiert, ist aber Teil der Pastoral der Pfarrei und steht daher auch anderen GlĂ€ubigen offen.cite-ref-statut-1-7[1] Ebenso gibt es liturgische Unterschiede, von denen einige jedoch nach der Approbation der Statuten an die römische Messe angepasst wurden. Einige der noch bestehenden Unterschiede sind: Die beiden Sonntagslesungen und das Evangelium werden von einem „Vorbereitungsteam“ vorbereitet und in der Liturgie eingeleitet. Vor der Homilie des vorsitzenden Priesters werden die Teilnehmer dazu eingeladen, eine „Erfahrung“ zu geben; das heißt, falls sich jemand durch die Lesungen angesprochen fĂŒhlt oder seine aktuelle Lebenssituation in dem Wort wiederfindet, so ist er eingeladen, diese mit der Gemeinschaft zu teilen.cite-ref-30[30] Bereits nach den Lesungen gibt man sich den Friedensgruß, der nicht ein HĂ€ndeschĂŒtteln, sondern ein Wangenkuss ist. Dadurch dass jede Gemeinschaft separat feiert und somit auf verschiedene PfarrrĂ€ume ausweichen muss, wird die Wandlung meist nicht auf einem geweihten und feststehenden Altar vollzogen.cite-ref-31[31] Die Kommunion teilt man stets in beiderlei Gestalt aus, als Hostie verwendet man große selbstgebackene Matzen aus Weizenmehl und Wasser, die den Mahlcharakter betonen sollen und die der Priester nach der Anzahl der Kommunikanten dann teilt und spĂ€ter austeilt; die Kommunion empfĂ€ngt man stehend am eigenen Platz.cite-ref-statut-1-8[1]

Da das Neokatechumenat den Weg seiner einzelnen kleinen Gemeinschaften als in sich geschlossenen Prozess betrachtet, bei dem die Liturgie im Zentrum steht, bedeutet dies fĂŒr die liturgische Praxis, dass die Gruppen bei der Eucharistiefeier unter sich bleiben. In einem Interview erklĂ€rt ArgĂŒello 1997 dazu: „Wir halten keine Liturgie hinter verschlossenen TĂŒren. Es handelt sich nur darum, dass wir einen Weg haben: Geht man zur UniversitĂ€t, so weiß man, dass es ein erstes, ein zweites und ein drittes Semester gibt, und so weiter.“cite-ref-32[32] Nach Auffassung des Neokatechumenats kann man an seiner liturgischen Praxis nur fruchtbringend teilhaben ohne ĂŒberfordert zu werden, wenn man die entsprechenden auf einander aufbauenden Stufen des Wegs durchlaufen hat. FĂŒr außenstehende Katholiken sei die Eucharistiefeier des Neokatechumenats demnach nicht gedacht. Hierzu tragen auch die Abweichungen vom gewohnten Messkanon und ebenso die Verwendung eigener, zumeist von ArgĂŒello vertonter Lieder aus Psalmen und Textstellen der gesamten Bibel bei.

Andere Gottesdienste

In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden feiert die neokatechumenale Gemeinschaft Bußliturgien mit Beichte bei einem Priester außerhalb des Beichtstuhls. Auf dem Neokatechumenalen Weg werden die Neokatechumenen darĂŒber hinaus langsam auf die Gebete der römisch-katholischen Kirche hingefĂŒhrt, so werden beispielsweise Eltern ab einer bestimmten Etappe angewiesen, jeden Sonntag den Glauben an die Kinder durch das gemeinsame Beten der Laudes zu ĂŒbergeben.

Ausbreitung

Der Neokatechumenale Weg hat sich seit der GrĂŒndung in der ganzen Welt verbreitet und zĂ€hlt nach eigenen Angaben heute in 5.500 Pfarreien in ĂŒber 900 Diözesen 20.000 Gemeinschaften.cite-ref-40jahre-17-1[17] Auf dem Neokatechumenalen Weg befanden sich 2007 3.000 Priester und 5.000 Ordensfrauen.cite-ref-doublepenance-13-1[13] Vom Neokatechumenat wurden an die 100 neue Priesterseminare in der ganzen Welt gegrĂŒndet (Stand 2013). Im deutschen Sprachraum finden sie sich in Berlin, Bonn und bei Wien. Diese werden Redemptoris Mater (lateinisch fĂŒr „Mutter des Erlösers“) genannt und sind Eigentum der jeweiligen Diözese oder des Bischofs selbst.

In Deutschland wurde die Ausbreitung des Neokatechumenalen Wegs seit den 1980er Jahren besonders aktiv durch die KardinÀle Paul Josef Cordes (Rom) und Joachim Meisner (Köln) betrieben und gefördert.cite-ref-33[33]

Mission

Katechisten

Die Mission in Pfarreien findet im Normalfall durch ortsansĂ€ssige Katechisten-Teams statt; diese bestehen aus einigen Laien (meist Ehepaare) sowie einem Priester. Sie fĂŒhren – falls vom Pfarrer gewĂŒnscht – die Anfangskatechesen durch, woraus sich eine Gemeinschaft bilden kann. Diese betreuen sie weiterhin und kehren etwa einmal jĂ€hrlich zurĂŒck, um die Gemeinschaft bei ihren ÜbergĂ€ngen in die neuen Etappen sowie bei der DurchfĂŒhrung der neuen Etappen zu begleiten. Die Katechisten entscheiden hierbei ĂŒber die Eignung des einzelnen Neokatechumenen, in eine neue Etappe voranzuschreiten, haben aber laut den Statuten „höchsten Respekt der sittlichen Aspekte des inneren Bereichs der Neokatechumenen zu wahren“.cite-ref-34[34]

Itineranten

Auf Gemeinschaftstagen fĂŒr Katechisten werden diese gefragt, ob sie bereit wĂ€ren, als Itineranten in die Welt ausgesandt zu werden, um dort zu verkĂŒndigen. Die Katechisten, die sich bereit erklĂ€ren, werden spĂ€ter zu sogenannten Teams von Itineranten-Katechisten zusammengestellt, die in der Regel aus einem Priester, einer Familie und einem unverheirateten Mann oder einem Priester, einem unverheirateten Mann und einer unverheirateten Frau bestehen. Diese Mission kann jederzeit unter- oder abgebrochen werden.cite-ref-statut-1-9[1]

Familien in Mission

Um die DurchfĂŒhrung des Neokatechumenalen Wegs in einer Pfarrei zu unterstĂŒtzen, können Bischöfe anfragen, ob sich Familien des Neokatechumenalen Wegs finden, die sich in einer entchristlichten Gegend niederlassen und sich dort eine neue Existenz aufbauen. Familien können frei entscheiden, ob sie diesen Weg gehen wollen, und sie können diese Entscheidung auch jederzeit rĂŒckgĂ€ngig machen.cite-ref-statut-1-10[1] Die missionarische TĂ€tigkeit der Familien spielte und spielt weiterhin bei der weltweiten Verbreitung des Neokatechumenalen Wegs eine entscheidende Rolle; 2009 gab es rund 700 Familien in Mission.cite-ref-40jahre-17-2[17] Eine Sonderform ist die sogenannte Missio ad gentes, bei der drei oder vier Familien zusammen mit Priestern in traditionell unchristliche Gegenden mit großteils fehlender Pfarreistruktur wie zum Beispiel nach Ostdeutschland oder nach China geschickt werden;cite-ref-familienmission-35-0[35] Anfang 2009 gab es 22 Missiones ad Gentes. DarĂŒber hinaus stĂŒtzen 700 Wandermissionare die Mission.cite-ref-40jahre-17-3[17]

Bewertung des Neokatechumenalen Wegs innerhalb der Kirche

UnterstĂŒtzung und Ermahnung durch PĂ€pste

Der Neokatechumenale Weg fand seit seiner GrĂŒndung das Wohlwollen der PĂ€pste. Bereits Papst Paul VI. war der Neokatechumenale Weg bekannt, nach seinem persönlichen Namensvorschlag wurde der Neokatechumenale Weg benannt. Außerdem verwirklicht das Neokatechumenat laut dem eigenen Statut die 1975 von Papst Paul VI. in Evangelii nuntiandi Nr. 44 geforderte katechetische Unterweisung fĂŒr getaufte Christen.cite-ref-36[36] Papst Johannes Paul II. hat „wiederholt und auf verschiedene Weise die FĂŒlle der FrĂŒchte eines dem Evangelium gemĂ€ĂŸen Radikalismus und eines außerordentlichen missionarischen Schwungs unterstrichen, die der Neokatechumenale Weg ins Leben der GlĂ€ubigen, in die Familien, in die Pfarrgemeinde bringt, sowie den Reichtum der Berufungen zum Priester- und Ordensleben, die aus ihm hervorgegangen sind“.cite-ref-dekret-4-2[4] Papst Benedikt XVI. stand dem Neokatechumenalen Weg ebenfalls positiv gegenĂŒber.cite-ref-37[37]

Noch als PrĂ€fekt der Glaubenskongregation setzte sich Papst Benedikt XVI. persönlich fĂŒr die Ausbreitung des Neokatechumenats ein und unterstĂŒtzte dabei auch die neokatechumenalen Itineranten. Das ist die offizielle Bezeichnung der Erstkatechisten des Neokatechumenats, die innerhalb einer bestimmten Region, wie etwa Deutschland, die ersten GlaubensverkĂŒndigungen durchgefĂŒhrt haben und fĂŒr alle Gemeinschaften verantwortlich sind. Als Kardinal feierte er auch mehrmals Eucharistie mit Neokatechumenalen Gemeinschaften in Rom. Wiederholt ermahnte Papst Benedikt XVI. aber auch das Neokatechumenat zu Gehorsam gegenĂŒber den Ortsbischöfen.cite-ref-38[38]

Papst Franziskus ermahnte außerdem die Gemeinschaft zur Einigkeit und Demut: „Die Gemeinschaft ist essentiell. Der Feind Gottes und der Menschen, der Teufel, kann nicht gegen das Evangelium, gegen die bescheidene Kraft des Gebetes und der Sakramente angehen. Doch er kann der Kirche sehr weh tun, indem er unsere Menschlichkeit in Versuchung fĂŒhrt. Er provoziert Hochmut, das Urteilen ĂŒber andere, Abschottung, Trennungen. Er selbst ist der ,Trenner‘ und beginnt oft damit, uns glauben zu lassen, dass wir gut seien, vielleicht besser als die anderen: so hat er den Boden bereitet, um Zwietracht zu sĂ€en. Das ist die Versuchung aller Glaubensgemeinschaften und kann sich auch in den schönsten Charismen der Kirche einnisten.“cite-ref-39[39]

Bewertung durch Bischöfe

UnterstĂŒtzung

Mehrere Bischöfe stehen dem Neokatechumenat positiv gegenĂŒber. Zu prominenten bischöflichen FĂŒrsprechern des Neokatechumenalen Wegs gehören Kurienkardinal Paul Josef Cordes, ehemaliger SekretĂ€r des PĂ€pstlichen Rates fĂŒr die Laien, persönlicher Verbindungsmann von Papst Johannes Paul II. zum Neokatechumenalen Wegcite-ref-40[40] und ehemaliger PrĂ€sident des PĂ€pstlichen Rates Cor Unum, Antonio Maria Kardinal Rouco Varela, der Erzbischof von Madrid, der frĂŒhere Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner sowie Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, der den Neokatechumenalen Weg als „Geschenk Gottes“ bezeichnet hat.cite-ref-41[41] Erzbischof Joseph Kardinal Zen Ze-kiun bat die Priester seines Bistums Hongkong, „besonders dem ‚Neokatechumenalen Weg‘ freundlich zu begegnen“.cite-ref-42[42]

Bei einem Treffen von neun KardinĂ€len und 160 Bischöfen, darunter Christoph Schönborncite-ref-familienmission-35-1[35] und als Vertreter des Papstes Paul Josef Cordes und StanisƂaw RyƂko, in der Domus Galilaeae in Israel wurde 2008 eine ErklĂ€rung veröffentlicht, die besagt, dass der Neokatechumenale Weg „ein wertvoller Beitrag fĂŒr die Evangelisierung Europas“ sei:

„Wir Bischöfe erkennen dankbar, das unter den vielen Gnaden, die der Heilige Geist der Kirche in unserer Zeit gewĂ€hrt hat, der Neokatechumenale Weg mit seinem Programm der christlichen Schulung ein starkes Charisma ist, dass den missionarischen Geist stĂ€rkt, der aus der Erneuerung durch die Taufe geboren wird und eine Antwort auf die dramatische Situation der Entchristlichung Europas bildet. [...] Wir erklĂ€ren, dass die Zukunft des Neokatechumenalen Weges zum großen Teil von der vĂ€terlichen Liebe abhĂ€ngt, mit der wir Bischöfe dieses Charisma aufnehmen, und wie eng wir die Priesterseminare Redemptoris Mater begleiten und die wertvollen Familien der neokatechumenalen Gemeinschaften ermutigen und sie noch mehr in die Ortskirchen integrieren.“

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AbschlusserklÀrung der Bischöfe

Kritik

Auch in höheren Ämtern der Kirche findet man Kritiker des Neokatechumenats. Der verstorbene Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky, der ein neokatechumenales Priesterseminar eröffnet hat, wird mit folgenden Worten zitiert: „Ich mache da nur mit, damit ich auch eingreifen oder mitsprechen kann: dass es nicht einen Wildwuchs gibt“;cite-ref-44[44] er sagte jedoch auch 1993, dass er „hoffe, daß sich diese Neokatechumenalen Gemeinschaften in vielen unserer Gemeinden bilden, um auf eine ganzheitliche Weise von der FĂŒlle des Mysteriums Christi Zeugnis abzulegen“.cite-ref-45[45]

Am 25. Februar 2007 schrieben der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, und andere römisch-katholische Bischöfe Israels einen gemeinsamen Brief an das Neokatechumenat, in dem sie die Schwierigkeiten der Integration des Wegs in die Gemeinden und Diözesen beklagen. Neben den Separatismus-VorwĂŒrfen, die in manchen Punkten gegen Vorschriften verstoßende Liturgie beschweren sie sich außerdem darĂŒber, dass das Neokatechumenat sich nicht genĂŒgend der Kultur und Sprache des Landes anpasse, in dem er wirke. Gleichzeitig bedanken sich die Bischöfe aber auch hinsichtlich der PrĂ€senz des Wegs in ihren Diözesen.cite-ref-doublepenance-13-2[13]

Inhaltliche Kritik

BezĂŒglich der Liturgie und Sakramentenpastoral

Papst Benedikt XVI. ließ die liturgischen Sonderformen des Neokatechumenats untersuchen und approbierte diese nach einigen Anpassungen.cite-ref-46[46] Kritisiert wird auch die Beichtpraxis im Neokatechumenat, da fĂŒr die Mitglieder der Gemeinschaft offensichtlich ist, ob und wann jemand zur Beichte geht. Außerdem wird in einem Visitationsbericht der Diözese Linz kritisiert, dass in einer Pfarrei der Diözese von Mitgliedern der Gemeinschaft in einer Art Ritual ein vom GrĂŒnder der Gemeinschaft Kiko gestalteter Ambo umarmt und gekĂŒsst worden ist.cite-ref-0-47-0[47]

BezĂŒglich Seelsorge und Kindeswohl

Im FrĂŒhjahr 2012 wurde durch Franz Handlechner, den Dechant des Bistums Linz, eine offizielle Visitation in der Pfarrei Herz-Jesu in der Diözese Linz durchgefĂŒhrt. Der Bericht der Visitation belastet das Neokatechumenat schwer. Insbesondere wird den FĂŒhrern des Neokatechumenats „eine Seelsorge des VerĂ€rgerns, Vertreibens und Verletzens“ vorgeworfen, bei der „Erwachsene, psychisch gefestigte Personen in VieraugengesprĂ€chen mit dem Pfarradministrator durch GrenzĂŒberschreitungen zur Verzweiflung gebracht“ worden seien. Außerdem wird beklagt, dass im Rahmen der Gemeinschaft Kinder eingeschĂŒchtert und verstört werden, beispielsweise indem die Beichte verpflichtend ist und Kindern eingeredet wird, dass ihnen quasi der Teufel auf der Schulter sitze.cite-ref-48[48]

Kritik bezĂŒglich der Offenheit und Vorwurf der Spaltung von Pfarrgemeinden

Besonders wird die mangelnde Offenheit des Neokatechumenalen Wegs kritisiert, weil sie – bis auf die Statuten – kaum eigene Schriften publiziert. Laien beklagen die Spaltung der örtlichen Pfarrgemeinden, wenn ein Teil der GlĂ€ubigen in das Neokatechumenat eintritt bzw. sich von extern eine Gruppe des Neokatechumenats in einer Pfarrei ansiedelt. Auch wenn der Neokatechumenale Weg seinen Statuten nach darauf abzielt, „[bei den Neokatechumenen] ein reifes Bewusstsein der Zugehörigkeit zur Pfarrei zu fördern und Beziehungen tiefer Communio und Zusammenarbeit mit allen GlĂ€ubigen und anderen Komponenten der Pfarrgemeinde zu erwecken“cite-ref-statut-1-11[1] und trotz einigen internen Aufrufen, an der regulĂ€ren Sonntagsmesse teilzunehmen,cite-ref-49[49] werden von den Mitgliedern der Gemeinschaft in der Praxis oftmals nicht die Gemeindemessen, sondern nur die eigenen Gottesdienste besucht. Johannes KrautkrĂ€mer, Pfarrvikar in der Kölner SĂŒdstadt, wirft dem Neokatechumenat darĂŒber hinaus vor, viele GlĂ€ubige aus den Pfarreien zu vertreiben: „Egal wo die Neokatechumenen hinkommen: Sie spalten die Gemeinden und vertreiben andere GlĂ€ubige“.cite-ref-50[50] Dominik Schwaderlapp, Weihbischof im Erzbistum Köln, sieht ebenfalls Probleme mit dem Neokatechumenat, zugleich aber auch ein BemĂŒhen „in die Diözese hineinzukommen, sich zu akklimatisieren und zu inkulturieren“.cite-ref-51[51] Ähnliche Probleme wie in Köln werden auch aus anderen Diözesen berichtet.cite-ref-52[52] Von ernsthaften innerkirchlichen Problemen mit dem Neokatechumenat wird aus Israel, England, den Philippinen und Japan berichtet.cite-ref-53[53]

Probleme des Neokatechumenalen Wegs in Japan

Im Dezember 2007 besuchte eine Delegation japanischer Bischöfe unter der Leitung des indischen Kardinals Ivan Dias den Papst in Rom; hier ging der Erzbischof von Tokio und Vorsitzende der japanischen Bischofskonferenz, Peter Takeo Okada, auf die Situation des Neokatechumenalen Wegs in Japan ein und klagte ĂŒber „ernste Probleme“ mit dem Neokatechumenalen Weg und dessen 1990 eröffnetem Priesterseminar Redemptoris Mater. Man beschrieb, dass Mitglieder des Neokatechumenalen Wegs sektenĂ€hnliche Strukturen aufgebaut hĂ€tten, die zu Konfrontationen gefĂŒhrt und Spaltungen verursacht haben, was scharfe Auseinandersetzungen und schmerzhafte Trennungen in der japanischen Ortskirche zur Folge gehabt habe. Die Bischöfe forderten ein unmittelbares Einschreiten des Papstes. Sie hatten zu diesem Thema auch Privataudienzen beim Heiligen Vater. Jedoch sprach der Papst das Problem bei der abschließenden offiziellen Verabschiedung nicht an. Im April 2008 besuchte erneut eine Delegation japanischer Bischöfe den Papst, die dieses Mal durch Takeo Okada persönlich angefĂŒhrt wurde. Im Ergebnis wurde zunĂ€chst verabredet, das Priesterseminar zu schließen; spĂ€ter revidierte Papst Benedikt XVI. diese Maßnahme und entschied, das Seminar Redemptoris Mater in ein Priesterseminar pĂ€pstlichen Rechts umzuwandeln und damit dem Einfluss der Bischöfe zu entziehen und direkt der Jurisdiktion des Heiligen Stuhls zu unterstellen.cite-ref-54[54] Aufgrund anhaltender Probleme bat die japanische Bischofskonferenz Papst Benedikt XVI. im Dezember 2010, die Neokatechumenale Gemeinschaft fĂŒr fĂŒnf Jahre zu suspendieren, was der Papst ablehnte. Daraufhin gab es weitere Beschwerden japanischer Bischöfe, als deren WortfĂŒhrer der Erzbischof von Osaka Leo Jun Ikenaga auftrat.cite-ref-55[55]

Laut Aussage des Erzbischofs Okada ist besonders die Intoleranz des seit 1970 in Japan vertretenen Neokatechumenalen Wegs gegenĂŒber der japanischen Kultur ein großes Problem, was der Papst verstanden habe; allerdings habe es trotzdem noch einen großen Unterschied in der Gesamtbewertung des Neokatechumenalen Wegs durch die japanischen Bischöfe und durch Papst Benedikt XVI. gegeben.cite-ref-56[56]

Soziale Distanzierung von Aussteigern

Dem Neokatechumenat wird vorgeworfen, dass seine Mitglieder oft den Kontakt zu Aussteigern meiden. HĂ€ufig besteht ein Großteil der sozialen Kontakte der Mitglieder der Gemeinschaften aus anderen Mitgliedern der Gemeinschaft. Oft bestehen nur wenige Kontakte zur Außenwelt. Nach einem Austritt ist es gĂ€ngige Praxis, dass alle Kontakte zu Aussteigern, inklusive des Kontaktes zur eigenen Familie, reduziert werden. Diese Praxis wurde auch von Papst Franziskus kritisiert.cite-ref-57[57]cite-ref-58[58]

Dialog mit dem Judentum

Schon seit seinen AnfĂ€ngen war es ein Anliegen des Neokatechumenalen Wegs, die jĂŒdischen Wurzeln des christlichen Glaubens zu betonen. Unter Berufung auf das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Betonung des Pascha-Mysteriums Christi nimmt etwa die heilsökonomische Verbindung zwischen dem jĂŒdischen Pessach und der Eucharistiefeier einen breiten Raum in der VerkĂŒndigung ein.cite-ref-59[59]

Papst Johannes Paul II. weihte bei seinem Besuch in Israel im Jahr 2000 das internationale Zentrum des Neokatechumenalen Wegs Domus Galilaeae am See Genezareth ein, das als StĂ€tte des christlich-jĂŒdischen Dialogs dient. Dort fanden in den Jahren 2015cite-ref-60[60] und 2017 Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der katholischen Kirche und des Judentums statt, bei der von jĂŒdischer Seite unter anderem die Rabbiner David Rosen vom American Jewish Committee und Ronald Lauder vom JĂŒdischen Weltkongress teilgenommen hatten.cite-ref-homolka-61-0[61]

Zu einem wesentlichen Bestandteil des Dialogs mit dem Judentum vonseiten des Neokatechumenalen Wegs gehört auch Kiko ArgĂŒellos Symphonie Das Leiden der Unschuldigen – Eine Symphonie im Gedenken an die Schoah, welche unter anderem in Jerusalem, New York City, der Vatikanstadt und in Auschwitz zu hören war.cite-ref-homolka-61-1[61] In seiner WĂŒrdigung der Symphonie, die am 10. Juni 2018 auch in der Berliner Philharmonie aufgefĂŒhrt wurde, anerkannte der Potsdamer Rabbiner Walter Homolka, Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland, den besondere Einsatz des Neokatechumenalen Wegs im Dialog mit dem Judentum und dessen Anerkennung der Juden als „VĂ€ter im Glauben“.cite-ref-homolka-61-2[61] Rabbi Jehoshua Ahrens sagte in einem Grußwort, der Neokatechumenale Weg fĂŒhre „einen Dialog mit dem Judentum auf Augenhöhe“.cite-ref-62[62]cite-ref-63[63]

Literatur

‱ Diözesanes Neokatechumenales Zentrum e. V. (Hrsg.): Neocatechumenale Iter - Statuta. Der Neokatechumenale Weg - Statut. 1. Auflage. Butzon & Bercker, Kevelaer 2009, ISBN 978-3-7666-0896-3.
‱ Bernhard Sven Anuth: Der Neokatechumenale Weg. Geschichte – Erscheinungsbild – Rechtscharakter. Echter, WĂŒrzburg 2006, ISBN 3-429-02807-8.
‱ Bernhard Sven Anuth: Ist der "Weg" am Ziel? Nun sind auch die Eigenriten des Neokatechumenats kirchlich anerkannt. In: Herder-Korrespondenz. Band 66, 2012, S. 119–123.
‱ Bernhard Sven Anuth: Der Neokatechumenale Weg: erfolgreich, innovativ, umstritten. Zur Institutionalisierung einer „Bewegung“ in der römisch-katholischen Kirche. In: Archiv fĂŒr katholisches Kirchenrecht. Band 182, 2013, S. 103–160.
‱ Bernhard Sven Anuth: Der Neokatechumenale Weg. In: Michael Klöcker / Udo Tworuschka (Hg.), Handbuch der Religionen, MĂŒnchen seit 1997 (Loseblattwerk), II-1.2.20, 1-25 (58. Erg.-Lfg.). ISBN 978-3-86617-500-6
‱ Kiko ArgĂŒello: Anotaciones. (1988-2014). EOS Verlag, St. Ottilien 2018, ISBN 978-3-8306-7885-4.
‱ Kiko ArgĂŒello: Das Kerygma. In den Baracken mit den Armen. EOS Verlag, St. Ottilien 2013, ISBN 978-3-8306-7621-8.
‱ Ricardo BlĂĄzquez PĂ©rez: Neo-Catechumenal Communities. Daughters of St Paul, Madrid 1985, ISBN 0-85439-280-7.
‱ Roman Bleistein SJ: Das Neukatechumenat. Zwischen Erwachsenenkatechese und Kirchenpolitik. In: Stimmen der Zeit. Heft 7, 1992.
‱ Piergiovanni Devoto: Il neocatecumenato. Un’iniziazione cristiana per adulti. 2004, ISBN 978-88-89227-18-3.
‱ Peter Hertel: GlaubenswĂ€chter. Katholische Traditionalisten im deutschsprachigen Raum. Allianzen – Instanzen – Finanzen. Echter, WĂŒrzburg 2000, ISBN 3-429-02279-7.
‱ Thomas M. Hofer: Gottes rechte Kirche. Katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ueberreuter, Wien 1998, ISBN 3-8000-3675-4, S. 179 ff.
‱ Neue geistliche Gemeinschaften. In: Pastoralamt Erzdiözese Wien (Hrsg.): Impulse fĂŒr die pastorale Arbeit. Nr. 17. Wien 1994.
‱ Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. Droemer Knaur, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-426-77312-0.
‱ Raphael Weichlein: Katholische Achtundsechziger. Neokatechumenaler Weg und Gemeindepastoral heute. In: Herder Korrespondenz. Band 72, Nr. 11, 2018, S. 49–51 (herder.de [PDF; abgerufen am 24. September 2019]).
‱ Raphael Weichlein / Sebastian Walter: Kerygmatische Katechese. Der Neokatechumenale Weg und sein Beitrag zu einer Praxis und Theologie der VerkĂŒndigung. In: Zeitschrift fĂŒr Missionswissenschaft und Religionswissenschaft. Band 105, Nr. 1-4, 2021, S. 275–280 ([1] [PDF; abgerufen am 22. Juli 2021]).
‱ Paul Zulehner: Pastoraltheologie, Band 2 Gemeindepastoral. Patmos, DĂŒsseldorf 1989, ISBN 3-491-77659-7, S. 148 ff.

Weblinks

Commons

: Neokatechumenaler Weg

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Internetseiten des Neokatechumenalen Wegs

‱ Deutsche Website des Neokatechumenats
‱ Internationale Website des Neokatechumenats
‱ Katechesen und Gemeinschaften des Neokatechumenalen Wegs in Polen

Internetseiten von Kritikern

‱ Dokumente und Augenzeugenberichte zur Praxis des Neokatechumenats (Memento vom 23. Juli 2013 im Internet Archive) (italienisch und wenige alte englische Artikel) (Archivversion)
‱ A Neocatechumenal Way Experience von F. John Loughnan (Auseinandersetzung mit Theologie und Praxis des Neokatechumenats mit vielen Zitaten aus den unveröffentlichten Schriften des Neokatechumenalen Wegs)

Internetseiten Dritter

‱ Edukative Podcastepisode mit Kaplan Raphael Weichlein (Erzbistum Berlin) im Podcast Gott bewahre! Des freien Journalisten Wilhelm Ahrendt (GB024)
‱ Kokos Weg: Hintergrundbericht in der ZEIT

Einzelnachweise

cite-note-statut-11. ↑ Diözesanes Neokatechumenales Zentrum e. V. (Hrsg.): Neocatechumenale Iter - Statuta. Der Neokatechumenale Weg - Statut. 1. Auflage. Butzon & Bercker, Kevelaer 2009, ISBN 978-3-7666-0896-3. ( Als PDF-Version (Memento vom 24. September 2003 im Internet Archive) (267 KiB))
cite-note-approbation-22. ↑ Radio Vatikan: „Vatikan: Statuten des Neokatechumenalen Wegs genehmigt“ (12. Juni 2008)
cite-note-kath-33. ↑ kath.net: "Hintergrundbericht ĂŒber die Approbation
cite-note-dekret-44. ↑ Dekret der endgĂŒltigen Approbation des Neokatechumenalen Wegs seitens des PĂ€pstlichen Rates fĂŒr die Laien
cite-note-urquhart1-55. ↑ Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. S. 37.
cite-note-40years-66. ↑ Zenit (Nachrichtenagentur): „Neocatechumenate Marks 40 Years in Rome“ (9. Januar 2009) (Memento vom 17. Februar 2010 im Internet Archive)
cite-note-zeit14-77. ↑ Raoul Löbbert: Satan auf der Schulter. In: Die Zeit Nr. 30/2014 (17. Juli 2014), Onlinefassung vom 21. Juli 2014, abgerufen am 24. November 2019.
cite-note-rouco-88. ↑ JosĂ© GarcĂ­a: Europa bedarf einer tiefgreifenden Umkehr. In: Die Tagespost, 13. Juni 2018, abgerufen am 24. November 2019 (Interview mit Kardinal Rouco Varela).
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cite-note-1010. ↑ Katholische Nachrichten-Agentur, 30. Januar 1997.
cite-note-1111. ↑ Bernhard Sven Anuth: Der Neokatechumenale Weg: erfolgreich, innovativ, umstritten. Zur Institutionalisierung einer „Bewegung“ in der römisch-katholischen Kirche (PDF; 6,0 MB). In: Archiv fĂŒr katholisches Kirchenrecht 182 (2013), S. 103–160, hier: S. 113.
cite-note-1212. ↑ Francis Kardinal Arinze: Schreiben der Kongregation fĂŒr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an den Neokatechumenalen Weg (Memento vom 15. April 2010 im Internet Archive), 9. Januar 2006
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cite-note-1414. ↑ Approbationsdekret (englisch)
cite-note-1515. ↑ Radio Vatikan: „Vatikan: Statut der Neokatechumenalen“ (10. April 2008)
cite-note-1616. ↑ Radio Vatikan: „Papst dankt Neokatechumenat“ (11. Januar 2009)
cite-note-40jahre-1717. ↑ Zenit.org: „BENEDIKT XVI. BEGEGNET 25.000 MITGLIEDERN DES NEOKATECHUMENALEN WEGES“ (13. Januar 2009) (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)
cite-note-1818. ↑ Vaticannews: „Der Liebe Gottes eine Stimme geben: Papst trifft Neokatechumenalen Weg“, 5. Mai 2018, abgerufen am 24. September 2019
cite-note-1919. ↑ Papst Franziskus: „Ansprache von Papst Franziskus“ anlĂ€sslich der „Internationale[n] Begegnung zum 50. GrĂŒndungstag des Neokatechumenalen Wegs“
cite-note-orientierung-2020. ↑ L’Espresso: „The Old Form of the Neocatechumenal Mass Is Illicit“ (23. Juni 2008, englisch)
cite-note-2121. ↑ Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. S. 46.
cite-note-221. Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. S. 123.
cite-note-2323. ↑ Katechismus der Katholischen Kirche: „Wie wird das Sakrament der Taufe gefeiert?“ (Google Book Search)
cite-note-242. Sankt Clemens in Dortmund-Hombruch (Memento vom 22. Juni 2006 im Internet Archive)
cite-note-2525. ↑ Statuten des Neokatechumenalen Wegs, Art. 9
cite-note-2626. ↑ Ansprache von Papst Benedikt XVI. an die Mitglieder des Neokatechumenalen Wegs (17. Januar 2011)
cite-note-2727. ↑ Papst Franziskus trauert um Carmen Hernandez, abgerufen am 25. Juli 2016.
cite-note-2828. ↑ Presseamt des Erzbistums Köln: Ein neues Priesterseminar fĂŒr das Erzbistum Köln Interview mit dem Generalvikar der Erzdiözese Köln, Dr. h. c. Norbert Feldhoff vom 7. Dezember 2000
cite-note-2929. ↑ Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. S. 47.
cite-note-3030. ↑ Statut des Neokatechumenalen Wegs Kapitel III Abschn. 1 Art. 11 §2
cite-note-3131. ↑ "Altaria fixa dedicanda sunt" (Feststehende AltĂ€re sind zu weihen). Canon 1237, §1. CIC
cite-note-3232. ↑ (Zeitschrift): Interview mit Kiko ArgĂŒello, November 1997
cite-note-3333. ↑ Hanspeter Oschwald: Im Namen des Heiligen Vaters. Wie fundamentalistische MĂ€chte den Vatikan steuern. Heyne Verlag, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-641-03866-3, S. 113–126.
cite-note-3434. ↑ Statuten des Neokatechumenalen Wegs, Art. 28
cite-note-familienmission-3535. ↑ Erzdiözese Wien: „Neue Evangelisierung geht ĂŒber die Familien“ (Memento vom 14. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)
cite-note-3636. ↑ camminoneocatecumenale.it (Memento vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)
cite-note-3737. ↑ Insegnamenti di Benedetto XVI II, 1. Libreria Editrice Vaticana 2007, ISBN 978-88-209-7935-5.
cite-note-3838. ↑ Radio Vatikan: Papst: „Neokatechumenale mĂŒssen gehorsam sein“
cite-note-3939. ↑ https://poschenker.wordpress.com/2016/03/21/papst-franziskus-an-das-neokatechumenat-charismen-muessen-einig-und-gehorsam-sein/
cite-note-4040. ↑ Gordon Urquhart: Im Namen des Papstes. Wie ultrakonservative Organisationen die Macht in der Kirche ĂŒbernehmen. S. 81.
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